Sunday, 25. may 2008
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Das in 2004 beantragte Patent wurde Microsoft in der vergangenen Woche vom US-Patentamt zugesprochen. Das Patent bezieht sich auf einen proaktiven Virenschutz.
Der Microsoft-Entwickler Adrian Marinescu nimmt für sich in Anspruch, den Schutz vor unbekannten Viren erfunden zu haben, doch arbeiteten andere Hersteller schon vor Microsofts Patenteinreichung
mit diesem Prinzip.
Computerviren sind eine Plage. Antivirensoftware ist ein gutes Geschäft. Lange hatte Microsoft das Geschäft unabhängigen
Softwareherstellern überlassen. Vor ein paar Jahren hat der Riese aus Redmond aber erkannt, dass sich auch noch mit den Sicherheitslücken in den eigenen Softwareprodukten Geld verdienen lässt.
Somit können wir nur hoffen, daß das Ganze kein System hat und Softwarelücken in Windows nicht mit Absicht dringelassen werden, damit die eigene Antivirenlösung sich besser verkauft. Bereits heute
wird ja nur Microsoft-Software von Microsoft Windows als "vertrauenswürdig" eingestuft. Mit der hauseigenen Antivirenlösung ist Microsoft seitdem in Konkurrenz zu den etablierten Herstellern von
Sicherheitsprodukten gegangen.
Diese werden über das jetzt erteilte Softwarepatent mit der Nummer 7,376,970 wenig erfreut sein, beansprucht doch Microsoft die Exklusivrechte für den proaktiven Virenschutz für sich.
Das Patent wurde am 20. Februar 2004 angemeldet und am 20. Mai 2008 erteilt. In der Patentanmeldung wird beschrieben, wie die Ausführung von Programmen simuliert wird, um herauszufinden, ob "die
Programme Malware sind". Diese Vorgehensweise haben die etablierten Antivirenprogramme schon seit Jahren verfolgt. Bereits vor dem Termin der Patentanmeldung boten mehrere Hersteller
Sicherheitsprodukte mit proaktivem Antivirenschutz an. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die in der Patentanmeldung beschriebene
Erfindung zum Zeitpunkt der Anmeldung noch neu und damit patentierbar war.
Beobachter wie Alexander Wolfe von Information Week gehen folglich davon aus, dass
verschiedene Hersteller von Antivirensoftware gegen die Patenterteilung Einspruch erheben werden. Ob Microsoft seinerseits unter Verweis auf das erteilte Patent gegen McAfee, Symantec, Trend Micro,
Kaspersky & Co. vorgehen wird, ist noch nicht bekannt.
von Sammy_the_Bull
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veröffentlicht in: Computer
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Dies folgt meiner Meinung nach zu einem Technologie-Rückgang. Wie wäre es denn, wenn jeder Entwickler seine Software patentieren lassen würde? Irgendwann gäbe es dann keine Wege mehr, eine Software zu programmieren, ohne gegen irgendein Patent zu verstoßen. Das wäre ja fast genau so, als würde ich einzelne Kochzutaten patentieren lassen. Jeder der dann ein Gericht mit meiner patentierten Zutat kochen will, müsste erst kräftig zahlen...
Das wäre genau das Selbe, bloß in einer anderen Branche.
Na dann darf man wohl gespannt sein, was da noch kommt. Aber gut zu wissen auf jeden Fall.
Ehrlich gesagt, ich traue Microsoft alles zu...